Interview mit Dr. Christoph Zerm

Weibliche Genitalverstümmelung

sensibel im Umgang mit Betroffenen

Weibliche Genitalverstümmelung, kurz auch FGM (female genital mutilation) – ist ein Thema welches spätestens seit Waris Dirie’s Buch “Wüstenblume” internationale Bekanntheit erlangt hat.
Auch in Deutschland ist das Thema natürlich sehr relevant, nicht nur gibt es auch hier schätzungsweise 75.000 betroffene Frauen und Mädchen, sondern auch historisch gesehen sind in Mitteleuropa noch bis weit ins 19. Jhd Formen von FGM praktiziert worden.
Gerade auch medizinisches Personal sollte gut informiert sein und sensibel mit diesem Thema umgehen, um angemessen darauf reagieren zu können. Deswegen reden wir in diesem Podcast als erstes noch einmal über die Grundlagen: was ist weibliche Genitalverstümmelung überhaupt, wie verbreitet ist es, welche Folgen kann es haben und welche Gründe gibt es dafür. Außerdem beschäftigen wir uns noch mit eher handlungsorientierten Fragen: Wie kann Präventionsarbeit geleistet werden und welche Unterstützungsangebote können Betroffenen erhalten
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Quellen:

Fakten, Zahlen, Karten der Prävalenzgebiete und Informationen zu Beratungsangeboten und Prävention in Deutschland: www.kutairi.de

Formen, Folgen, Ursachen und Verbreitung: Desert Flower Center

Empfehlungen für die Beratung und Umgang mit Betroffenen:

Broschüre AG Frauengesundheit in der Entwicklungszusammenarbeit (AG FIDE) e.V. (Autor: Dr. Zerm)

Caritas-Empfehlungen

Empfehlungen der Bundesärztekammer

WHO-Guidelines

Zahlen und Fakten

Im Podcast genannte Zahlen der Prävalenzregionen

Aktuelle Erhebung der Betroffenen in Deutschland (06/2020)

Daten, Zusammenhänge, Perspektiven (Studienzusammenfassungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Morphologische Befunde nach Verstümmelung des weiblichen Genitals

Bücher: Wüstenblume & Schmerzenskinder (Waris Dirie)

weitere Adressen: www.forwardforwomen.org, www.friedensband.de, Beitrag im Deutschlandfunk

Zur Person:

Dr. Christoph Zerm ist Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Mitglied in der „Arbeitsgemeinschaft Internationale Frauengesundheit / Tropengynäkologie – FIDE e.V.“. Im Rahmen dessen veröffentlichte er einen Leitfaden für medizinisches Personal unter dem Titel “Weibliche Genitale Beschneidung – Umgang mit Betroffenen und Prävention; Empfehlungen für Angehörige des Gesundheitswesens und weitere potentiell involvierte Berufsgruppen”, sowie weitere Forschungsarbeiten zum Thema. Er betreibt eine Sondersprechstunde für von FGM betroffene Frauen in Düsseldorf und fertigt außerdem in diesem Zuge Gutachten für das BAMF an.

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